DJE setzt auf Immowende

Die Krisen bei den Offenen Immobilienfonds schien schon abzuebben. Doch in dieser Woche schockte die Degi mit einem noch nie dagewesenen Verlust beim semiinstitutionellen Fonds Degi Global Business, der um 21,6 Prozent abgewertet wurde. Dieser aktuelle Fall wirft ein schlechtes Bild auf die Branche. Zumal die Renditen der meisten Offenen Fonds nur knapp über der Nulllinie liegen. Gleichwohl darf man Immobilienanlagen nicht generell verteufeln.

Trotz aller Probleme gibt es interessante Produkte, deren Manager ihre Hausaufgaben gemacht haben und sich bereits für die anstehende Erholung an den Immobilienmärkten positionieren. Laut der Immobilienberatung Knight Frank wird 2010 das Gros der weltweiten Gewerbemieten stabil bleiben oder sogar steigen. Daher ist der Zeitpunkt günstig, um sich Fonds wie den DJE Real Estate anzuschauen. Diese Dachfonds-Lösung bietet Vorteile gegenüber Einzelfondsanlagen, da der DJE Real Estate in über 70 Zielinvestments investiert ist.

Der Fonds wird seit Mai 2008 von Maik Rissel vom Hamburger Family Office Marcard, Stein & Co. beraten. Das 2004 aufgelegte Vehikel und als „Fondsinnovation des Jahres“ ausgezeichnete Immobilienprodukt litt zwar auch unter der Krise und wurde 2009 kurzzeitig eingefroren. Doch die Macher des Fonds haben aus der Krise gelernt, den Fonds umgekrempelt und krisensicher aufgestellt. Das bedeutet, dass das Fondsmanagement von DJE den Anteil an Offenen Publikums- Immobilienfonds im Portfolio auf acht Prozent reduziert haben. Im Gegenzug wurden Positionen bei Fonds für Großanleger und für institutionelle Investoren ausgebaut.

DJE setzt zudem auf hochrentierliche Immobilienaktien, auf Immobilienaktienfonds sowie auf Anleihen guter Bonität und Cash. Mittelfristig streben sie eine Aufteilung von 50 bis 70 Prozent Immobilienfonds und bis zu 20 Prozent globaler Immobilienaktien an. Unternehmensanleihen und Cash dienen als Beimischung. Dank der Neuausrichtung blickt Rissel voller Optimismus auf 2010: „Wir sehen schon die ersten Zeichen, dass die frühzyklischen Märkte drehen. So hat einer unserer Zielfonds vor sechs Monaten in Manchester einen Fachmarkt mit sieben Prozent Mietrendite gekauft, den man heute deutlich teurer weiterverkaufen könnte. Das zeigt, dass hohe Nachfrage auf geringes Angebot stößt“, sagt Rissel. Zudem verweist er darauf, dass es ab 2012 so gut wie keine Bauprojekte in Europa gibt. „Das bedeutet, dass zuwenig Ersatz geschaffen wird und die Preise anziehen müssen.“

Fazit: Mit Marcard, Stein & Co. hat DJE einen exzellenten Berater an Bord geholt. Der Fonds wurde in den vergangenen 20 Monaten runderneuert und es spricht vieles dafür, dass er an alte Erfolge anknüpfen kann. Zudem sind Fondsstruktur und -strategie einzigartig.

Fondsdaten
ISIN: LU 018 885 395 5
Ausgabeaufschlag: bis zu 5,0 %
Verwaltungsgebühr: 0,9 %
Kontakt: www.dje.de